Es werde Licht!

Fast die Hälfte aller Einbrüche findet während der dunklen Jahreszeit statt. Aufklären und beraten ist das eine, entsprechend handeln das andere.

 Wenn ich morgens ins Büro fahre ist es draußen noch dämmerig, wenn ich abends nach Hause komme stockfinster. Spätestens seit Ende Oktober die Uhren umgestellt worden sind, hat die dunkle Jahreszeit begonnen. Für uns Versicherer hat das Folgen. Viele davon betreffen den Straßenverkehr. Meine Kollegen aus der Unfallforschung unseres Verbandes warnen etwa regelmäßig davor, dass die Zahl der Unfälle in den Herbst- und Wintermonaten deutlich ansteigt. Vor allem Fußgänger sind betroffen – und in der Dunkelheit kaum noch zu erkennen. So sterben in den dunklen Monaten im Schnitt doppelt so viele Fußgänger im Straßenverkehr als in helleren Zeiten.

Fast die Hälfte aller Einbrüche in der dunklen Jahreszeit

Das letzte Quartal des Jahres ist aber gleichzeitig auch Hauptsaison für Einbrecher. Fast jeder fünfte Einbruch des Jahres 2014 fand nach einer Studie des GDV im Dezember statt, jeweils jeder zehnte im Oktober und im November. Wenn Sie den Januar einbeziehen, kommt man zu der Erkenntnis, dass fast die Hälfte aller Einbrüche in diesen vier Monaten erfolgt. Zwar werden die Taten eher tagsüber als nachts verübt – aber halt genau zu Zeiten, in denen es dann schon dämmert – so brechen die Täter mit Vorliebe zwischen 16 und 18 Uhr ein.

Da kann ich nur sagen: Es werde Licht. Und weil es noch einige Monate dauern wird, bis sich die Sonne wieder länger zeigt, tun wir Versicherer stattdessen viel dafür, unsere Kunden vor den Gefahren für ihr Hab und Gut zu warnen. Aus gutem Grund: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr mit 150.000 versicherten Fällen im Vergleich zum Vorjahr zwar unverändert geblieben. Die Hausratversicherer haben aber zusammen 490 Millionen Euro für die Schäden geleistet – das sind 10 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Damit haben die Schäden in den vergangenen fünf Jahren um 35 Prozent zugenommen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, wirkungsvoll gegen Einbrecher vorzugehen.

Quelle: www.gdv.de - 04.11.2015